Die Bauwerktrenner – Teamworker mit Umsicht

17.1.2018

 

Der Einsatz des Bauwerktrenners ist heute ein fester Bestandteil des modernen kontrollierten Rückbaus. Dies betrifft sowohl komplette Bauwerke wie auch Gebäudeveränderungen, sei es für Leitungsdurchdringungen, für den Einbau eines Liftschachts, für den partiellen Ausbruch oder vieles mehr.

Mit der Entwicklung des synthetischen Diamanten sowie von Spezialkeramik kamen ab dem Jahr 1958 neue Trennungsmöglichkeiten in die Industrie und darauf auch auf den Bauplatz.

Am Anfang der 70er-Jahre wurden in der Schweiz die ersten Unternehmen für „Diamantbohren und -schneiden“ gegründet.

Im Oktober 2009 beschloss der Bund in der Schweiz die berufliche Ausbildung zur Bauwerktrennerin/zum Bauwerktrenner mit

eidgenössischem Fähigkeitszeugnis EFZ. Es handelt sich um eine Grundausbildung mit dreijähriger Lehrzeit, wobei dem Auszubildenden die Handlungskompetenzen zur

Arbeitssicherheit, dem Umgang mit den Arbeitsmitteln und das Einhalten der Umweltauflagen vermittelt werden.

 

Da der Bauwerktrenner, die Bauwerktrennerin selbstständig und häufig allein mit seiner/ihrer Ausrüstung zum Arbeitsort fährt, erhält er/sie während der Berufsausbildung das Rüstzeug für „Sozial- und Selbstkompetenz“, welches das eigenverantwortliche Handeln, die ständige Lernbereitschaft, auch Informations-

und Kommunikationsmethoden, die Teamfähigkeit, die professionellen Umgangsformen und seine/ihre Integrität umfasst. Natürlich lernen Bauwerktrenner(lnnen) mit dem umfangreichen Maschinenpark umzugehen, sie lernen die Methoden und Arbeitsabläufe kennen und erfahren, was es bedeutet,

auch in heiklem Umfeld eine effiziente und sichere Bauwerktrennung durchzufuhren.

 

Das Heraustrennen von Bausubstanz erfordert Verständnis für die Festigkeit der Materialien, zuerst ist der Arbeitsplatz gegenüber der Umwelt abzusichern, dann ist das umgebende Tragverhalten einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten ist dabei wichtig, wie Baustatikern und den diversen Arbeitsgattungen auf der Baustelle. Der Bauwerktrenner bohrt, sägt, schneidet, presst und knackt Beton und Mauerwerk. Er ist auch für die Wartung seiner Maschinen zuständig. An seinem Arbeitsplatz achtet er auf die Arbeitssicherheit und schützt sein Umfeld gegen Staub und Wasserverschmutzung. Seine Arbeitsausführung hält er in seinem Arbeitsrapport fest. Um die häufig wechselnden Baustellen mit den Arbeitsmaschinen

zu erreichen, benötigt der Bauwerktrenner ein Transportfahrzeug. Er erhält

während der Berufslehre Gelegenheit, die Autofahrprüfung zu absolvieren.

 

Artikel aus: Die Baustellen

Text: Werner Aebi

Fotos: Betoncoupe

 

Artikel als PDF ansehen – hier -

 

 Weiterführenden Informationen zum Beruf und der Ausbildung:

 

@ www.svbs.ch - Schweizerischer Verband der Betonbohr- und Betonschneideunternehmungen SVBS

 

@ www.bauberufe.ch - Informationen zur Berufsausbildung

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